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CFS – bleierne Müdigkeit im AlltagFlorence Nightingale und die Geschichte des Chronischen Erschöpfungs­syndroms

Der 12. Mai 1820 ist der Geburtstag der englischen Kranken­schwester Florence Nightingale, der Pionierin der “modernen Krankenpflege”, die nach ihrem Einsatz im Krimkrieg krankheits­bedingt an ihr Bett gefesselt war. Sie soll an einer Erkrankung, die dem heute so genannten chronischen Erschöpfungs­syndrom oder Chronic Fatigue Syndrom (CFS) ähnelt, gelitten haben. Der 12. Mai wurde nicht nur zum Internationalen Tag der Kranken­pflege sondern auch zum Inter­nationalen CFS -Tag.

ME/CFS: Eine schwer erkennbare und belastende Erkrankung

Bei dem Chronic Fatigue Syndrom handelt es sich um eine schwer­wiegende Erkrankung, die die Betroffenen durch eine bleierne Müdigkeit zur Arbeits- und Alltags­unfähigkeit treiben und schließlich sogar ans Bett binden kann. Ausreichende Schlaf- oder Erholungsphasen vermögen die lähmende Müdigkeit nicht aufzulösen. Weitere Symptome sind Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen sowie Konzentrations- und Gedächtnis­störungen.

Genaue Erkrankungs­zahlen für Deutschland existieren nicht. Schätzungen zufolge leiden hierzulande rund 300.000 Patienten an dieser Erkrankung. Bei mehr als 1 Millionen erkrankter Amerikaner ist verständlich, dass es in den USA genauere Daten sowie auch intensivere Forschungs­bemühungen gibt. Demnach sind Frauen 4 mal häufiger betroffen als Männer, und in der Altersgruppe der 40-59 jährigen liegt der Erkrankungs­gipfel, das heißt erkranken die meisten Personen.

Es ist ausgesprochen problematisch, diese wenig bekannte Erkrankung sicher zu diagnostizieren, zu verstehen und auch zu behandeln. Das erklärt das nur in 20 Prozent der Erkrankungs­fälle auch die Diagnose gestellt wurde. Wir haben es aber nicht mit einer rein psychischen oder psychiatrischen Erkrankung zu tun. Forschungsergebnisse belegen bereits biologische Abweichungen bei den Erkrankten. Und doch, (noch) gibt es keinen Laborwert, der wegweisend oder gar beweisend wäre. In letzter Konsequenz empfiehlt sich ein regelhaftes konsequentes diagnostisches Vorgehen, in dem sicher andere Diagnosen ausgeschlossen werden können und müssen. Schließlich gibt es eine Menge anderer möglicher Erkrankungen, die dem CFS ähnliche Symptome verursachen können. Bösartige Erkrankungen, Autoimmun – Erkrankungen, chronische Hepatitis und Depressionen sind nur einige Beispiele der auszu­schließenden Krankheiten.

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